Ende gut, alles gut!

von Alexander Heimann

Wer kennt das nicht: Mehrere Tage Angeln stehen an. In Gedanken ist man vorab jede Eventualität mehrfach durchgegangen, alles ist bis ins letzte Detail geplant. Mit einem solchen Schlachtplan in der Tasche erreichten mein Angelbuddy und ich unsere Angelstelle.
Ein kräftiger, kalter Nordwest-Wind drückte dort die Wellen in eine kleine Bucht. Es fühlte sich richtig nach Herbst an, es roch buchstäblich nach Karpfen.
Entsprechend motiviert dauerte es nicht lange, bis unsere Köder an passenden Spots lagen.
Gleich zu Beginn fütterte ich eine steil abfallende Uferkante mit einigen Nasty Shrimp-Boilies an und legte zwei Ruten, jeweils mit einem passenden Wafter bestückt, mittig auf den Futterplatz. Mein drittes Rig landete etwas abseits, bestückt mit einem auffälligen ID-Pop up in Pink.
Es dauerte nicht lange und die ersten Bisse stellten sich auf meinem Futterplatz ein. Schnell konnten wir die ersten halbstarken Herbst-Karpfen auf der Habenseite verbuchen.
Nach drei turbulenten Angeltagen inklusive kalter Füßen, einigen Tief- sowie Höhepunkten, schlaflosen Nächten, ein wenig Fluchen und ganz besonders viel Lachen, überraschte mich bei einem warmen Kaffee am Morgen meine abseits liegende Rute.
Ich merkte gleich, hier handelt es sich um einen etwas besseren Fisch. Seine Fluchten waren heftig und stetig, mein Adrenalinpegel stieg!
Nach einigen aufregenden Minuten lag der Fisch dann aber doch sicher auf der Flanke. Meine Keschermaschen umschlossen einen wirklich tollen Spieler. Dieser letzte Fisch war definitiv mein „Fisch der Session“.