UFERNAH!
Rund 50 Meter links von meiner Angelstelle entdeckte ich eher zufällig mehrere helle Flecken im ansonsten schon dichten Krautteppich. Blanke Sandflächen jeweils von der Größe eines Futtereimers. Möglicherweise frische Fressplätze. Und das in nur gut anderthalb Metern Wassertiefe, kaum zehn Meter vom Ufer entfernt.
Nach dreimaligem Vorfüttern mit jeweils ein paar Kellen 24er Boilies war innerhalb weniger Tage aus den „Löchern“ im Kraut eine zusammenhängende freie Fläche geworden.
Normalerweise ein gutes Zeichen. Ich blieb trotzdem skeptisch. Viel zu nah, viel und für die Jahreszeit eigentlich zu flach.
Möglicherweise haben große Schleien oder Brassen mein Futter abgeräumt?
Eine kleine Falle mit ein paar freiliegenden Cockitas und einem passenden Snowman am Haken sollte am nächsten Angeltag Klarheit bringen.
Und tatsächlich: Während meine Köder an meinen anderen, vermeintlichen Hotspots weit draußen im See unberührt blieben, rauschte meine ufernah gelegte Jokerrute am nächsten Morgen heftigst ab.
Zwar kein Riese, aber dennoch ein unerwartetes Lebenszeichen, das ich in Form dieses goldbraun gefärbten „klassischen“ Spieglers gerne mitgenommen habe.
Zumal ich mit diesem Fang wieder um eine wertvolle Erfahrung reicher bin.
Auch an großen Seen fressen Karpfen mitunter in Ufernähe.





