Fänge

Nichts ist unmöglich!

Minus 3 Grad tagsüber und minus 6 Grad nachts. Fast alle Gewässer waren zugefroren. Nur große und tiefe Seen waren noch eisfrei. Auch wenn die Aussichten unter solchen Rahmenbedingungen alles andere als gut sind, konnte Roy Bergevoet seine Füße nicht stillhalten. Wider besseres Wissen zog es unseren Leser an einen großen See von über 100 Hektar. In eisiger Kälte, Anfangs noch mit Schneegestöber, belud er sein Boot und setzte zu seinem Angelplatz über. Der Niederländer rechnete nicht mit einem Biss. Aber einfach wieder draußen zu sein, ist auch schon etwas. Früh am Morgen, kurz vor Sonnenaufgang, plötzlich drei Pieptöne. Ein Blick zum Bissanzeiger: Der Bobbin bewegte sich nur langsam. Trotzdem nahm Roy die Rute auf. Tatsächlich Karpfen! Aber nach fünf Minuten Drill saß der gehakte Fisch plötzlich fest. Nichts ging mehr! Mit Hilfe des Bootes gelang es zum Glück, den Fisch am anderen Ende wieder zu befreien. Weitere fünf Minuten später glitt ein regelrechter Eisklumpen in Form dieses strammen Schuppis in seinen Kescher.
Nichts ist unmöglich.

@bergevoetroy