Glück muss man haben!
Normalerweise muss Lasha Wietendaele nicht weit fahren, um angeln zu gehen. Aber ab und zu – wenn die Zeit es ihm erlaubt – wagt er sich ein Stück weiter weg. Dann beginnt die Suche: Wo und wie geht man die Sache am besten an? Besonders jetzt, wo die Tage kurz sind und die Zeit knapp ist.
Diesmal zog es den Belgier an einen Kanalabschnitt, an dem er noch nie zuvor gewesen war und über den er keinerlei Informationen hatte. Er brach am späten Nachmittag auf und beobachtete dort angekommen erst einmal das Wasser und verschaffte sich einen ersten Überblick über die Umgebung und die anwesenden Angler. Schnell wurde klar, dass er sich mit dem wenigen, noch verbleibenden Platz begnügen musste. Zu nah an andere Angler heranzukommen, kam nicht in Frage – das würde die Chancen aller verringern.
Es wurde schnell dunkel, aber Lasha konnte seine Ruten noch rechtzeitig auslegen. Das Wetter war an diesem Tag alles andere als angenehm: Starkregen und heftiger Wind. Einziger Vorteil: Der relativ milde Wind blies direkt in seine Richtung. Man hofft immer, dass die Fische unter solchen Bedingungen aktiv sind, nach Futter suchen und auch den ausgelegten Köder nehmen.
Und nach einer ereignislosen Nacht kam plötzlich, wie aus dem Nichts, ein seltsamer, brassenartiger Biss, der in einem kräftigen Dauerton mündete. Blitzschnell war Lasha zur Stelle. Schon beim ersten Kontakt war klar: Am anderen Ende hing kein kleiner Fisch. Und seine Vermutung sollte sich mit dem ersten Sichtkontakt bestätigten – ein wahrhaft prächtiger Kanalschuppi, der schließlich auf seiner Matte lag.
Unser Leser konnte eine kurze Regenpause für ein paar sehr stimmungsvolle Fotos nutzen.
Manchmal, nur manchmal, muss man sich eben einfach auf sein Glück verlassen.
Und dieses Mal hat genau das funktioniert.
@carp_butcher_lasha


