WIEDER IM FLOW…
Zwischen Familienleben und Futterplatz:
Warum der Herbst mein Angeljahr gerettet hat
von Yoschi Bahtijari
Dieses Jahr stand für mich ganz im Zeichen des Familienlebens: Unser zweites Kind ist zur Welt gekommen – ein unglaubliches Glück, aber natürlich blieb fürs Angeln kaum Zeit. Die Wochen vergingen und je kürzer die Nächte wurden, desto größer wurde die Sehnsucht nach dem Wasser. Kurz vor dem Herbstbeginn tat sich endlich ein kleines Zeitfenster auf. Nicht viel, aber genug, um es richtig zu nutzen.

Ich wusste: Wenn ich etwas reißen will, muss ich es clever angehen. Also begann die Vorbereitung früh. Die Location war schnell gewählt und anstatt die Spots mit schweren Futteraktionen zu überladen, setzte ich bewusst auf ein ruhiges, kontinuierliches Konzept. Jeden zweiten Tag ein nur wenig Fudder, nicht mehr. Kleine Signale, dafür regelmäßig – genau das, was die Fische brauchen, um Vertrauen aufzubauen.

Auch meine Sessions mussten in den Familienrhythmus passen. Mal ein schneller Overnighter, mal ein kurzer Morgenansitz für zwei, drei Stunden. Kein Luxus, keine langen Nächte – aber gutes Timing – das ist manchmal mehr wert als alles andere.

Und tatsächlich: Es lief. Und es läuft immer noch. Die Fische kamen regelmäßig, die Bisse waren zuverlässig, und ich hatte zum ersten Mal seit Monaten wieder das Gefühl, wirklich im Flow zu sein.

An alle frischgebackenen Väter: Lasst Euch nicht runtermachen, wenn euch die Zeit fehlt. Ihr müsst nicht jedes Wochenende drei Nächte draußen sein, um erfolgreich zu sein. Konstanz schlägt Stunden. Wer bereit ist, seine Spots regelmäßig und gezielt zu pflegen, kann auch mit minimalem Zeitbudget richtig stark fangen.
Der Herbst zeigt sich wieder von seiner besten Seite und ich kann nur sagen: Herbst, ich liebe dich!

@yoschi_bahtijari

