Etang de la Mutche

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as Team der Carp Fighter Saalfelden bestehend aus Sven Pfund, Julian Pfund und Nico Pfund war in Frankreich am Etang de la Mutche. Jedoch kommt es anders als erwartet. Julian Pfund über eine nicht ganz einfache Session.

 

thumb_cimg0014Samstag, 23. April
10:54 Uhr: Nach rund 700 Kilometern Autofahrt und einer Zwischenübernachtung im Saarland kommen wir endlich am Etang de la Mutche an. Wir werden auf unsere Plätze eingewiesen. Für die kommende Woche dürfen wir zwei schöne Landzungen besetzen. Sven auf Platz 2, Nico auf Platz 3 und ich auf Platz 1. Es herrscht Windstille und Sonnenschein. Nicht unbedingt die besten Voraussetzungen.

thumb_cimg004011:45 Uhr: Das Lager ist aufgebaut, wir können das Loten beginnen. Erste Ernüchterung: bis auf eine Entfernung von 150 Metern kommen wir über eine Wassertiefe von 1,50 Metern nicht hinaus. Keine Anzeichen von Hotspots wie Kanten oder Plateaus. Die Wassertemperatur liegt an der Oberfläche bei 22,5°C in 1,50 sind es immer noch 19°C. Das riecht nach Laichzeit.


14:00 Uhr: Wir können unsere Situation nicht ändern. Anfüttern ist angesagt. Wir helfen uns gegenseitig, das spart Zeit.


16:00 Uhr: Alle Ruten sind im Wasser. Jetzt bleibt nur noch das Warten auf den ersten Biss.


17:00 Uhr: Was ist das? Der Himmel wird plötzlich schwarz, es wird windiger. Das ist nicht gut. Ein gewaltiger Sturm zieht auf. Wir drehen lieber die Ruten raus. Keiner von uns möchte bei Blitz und Donner sein Leben riskieren.


20:00 Uhr: Das Wetter hat sich wieder beruhigt, unsere Ruten können wieder raus.


Sonntag, 24. April
5:00 Uhr: Mein Bissanzeiger rast los. Endlich. Das Ergebnis ist allerdings eine 2,7 Kilogramm schwere Schleie. Einfach nur herrlich, aber eben nicht unser Zielfisch.


thumb_cimg003119:20 Uhr: Ein schöner Tag geht zu Ende, leider ohne zählbaren Erfolg für das gesamte Team. Vermutlich sind die Karpfen doch schon in der Laichzeit. Vereinzelte "Zupfer" an den Montagen können wir zwar verzeichnen, sonstige Aktivitäten der Fische leider Fehlanzeige.


 


Montag, 25. April
21:20 Uhr: Immer noch kein Karpfen. Dann doch das so heiß ersehnte laute Schrillen meiner Funkbox.


21:20 Uhr: Es ist vollbracht: Mein erster Spiegler mit etwas über 12 Kilo liegt auf der Matte. Ein Prachtexemplar - gefangen mit einer hälfte "Whiskey Cream" Boilie von Dragon Baits und einer Hälfte "Pineapple" Pop-up von Top Secret. Nachdem ich seinen Futterplatz gewechselt habe, scheint unser Futter endlich zu wirken. An der Schilfzone bei meinem Platz halten sich offenbar einige Karpfen auf. Auf Nico's und Sven's Spot ist bisher leider nichts passiert. Lediglich Sven kann eine schöne Schleie fangen. Leider gibt es auf ihren Angelplätzen kaum Ausweichmöglichkeiten.


thumb_cimg0010Dienstag, 26. April
16:30 Uhr: Ich lege alle drei Ruten an den Rand der Schilfzone, etwa 30 bis 40 Meter von der Landzunge und etwa zwei Meter vom Schilf entfernt. Leider hänge ich schon beim ersten Wurf im dichten Kraut fest. Keine Chance. Selbst meine 40er Schlagschnur kann nichts ausrichten, ich reiße eine Montage ab. Die neu montierte Rute lege ich nun vor das Kraut. Jetzt ist alles „tutti“.


17:00 Uhr: Genau eine halbe Stunde nach dem Auslegen kann ich einen weiteren wunderschönen Spiegler in den Kescher drillen: 13,7 Kilogramm. Yes, da muss noch mehr zu holen sein!


19:00 Uhr: Der nächste Spiegler bringt 12,8 Kilo auf die Waage. Die restliche Nacht können wir alle ruhig schlafen.


thumb_cimg0035Mittwoch, 27. April
20:30 Uhr: Bis jetzt haben wir im Friewasser keinen einzigen Biss gehabt. Alles unmittelbar vor dem Kraut. Außerdem kommen alle Bisse gegen Abend. Doch diesen Abend soll es nicht sein.

 


Donnerstag, 28. April
7.00 Uhr: Die Nacht verläuft ruhig. Lediglich zwei Fallbisse, die aber bei Ankunft an den Ruten wieder enden.


8:00 Uhr: Nach dem Aufstehen werden alle Ruten wieder mit PVA bestückt und an die Spots gesetzt.


thumb_cimg008118:25 Uhr: Endlich wieder Biss. Ich kann einen schönen Spiegler mit 11,7 Kilo landen. Alle Fische sind makellos und wunderschön. Keine Zeichen von Verletzungen.

 

 


Freitag, 29. April
9:00 Uhr: Wir müssen einpacken. Fazit: Leider hat nur mein Platz Karpfen gebracht. Insgesamt vier schöne Fische, alle über der 10-Kilo-Marke. Außerdem zwei Schleien, sowie eine Rotfeder mit knapp 1,0 kg. Leider lief es auf den Plätzen 2 und 3 nicht wirklich rund. Sven hat lediglich zwei schöne Schleien gefangen, Nico zwei Schleien und eine Rotfeder. Allerdings hatte Nico zwei Vollruns. Die Fische hat er leider im Drillen verloren.

Es waren trotzdem schöne Tage in Frankreich. Es hat sich auch mit eher unterdurchschnittlichen Fängen gelohnt. Denn wir haben schöne Bilder gemacht und freuen uns jetzt auf die Heimreise. Und wir haben reichlich Erfahrung gesammelt. Der See ist auf jeden Fall zu empfehlen. Allerdings nicht im Sommer - da ist der See komplett verkrautet. Am besten ist vermutlich der Herbst. Oder das Frühjahr – wenn man nicht gerade die Laichzeit erwischt.