Wenn alles passt

Der Winter ist für mich immer eine sehr interessante Jahreszeit. Der größte Vorteil: meilenweit kein anderer Angler. Da kann ich meine Plätze in aller Ruhe vorbereiten. Als Vorbereitung für meine erste Session 2016 fütterte ich viermal im zwei Tage Rhythmus jeweils nur 500 Gramm Boilies auf verschiedenen Spots. Mein Plan fürs Angeln war, kleine Fallen zu stellen. Am Abend vorher hatte ich das Auto schon gepackt. So konnte ich direkt nach Feierabend, am Freitag, ans Wasser. Das Wetter spielte mit: zwei Grad plus mit leichter Bewölkung. Damit konnte ich leben.

Ich errichte schnell meine Behausung mit allem Nötigen und bestückte meine Rigs jeweils mit einem 18mm Boilie und einem kleinen Dumbell.

Dann schnell noch das Schlauchboot aufgepumpt und die Montagen zur ihren Plätzen gebracht. Neben dem Hakenköder fütterte ich nur einen kleinen PVA-Sack, den ich am Haken mit runter ließ. Schnell wurde es dunkel und ich machte mir erst mal etwas Warmes zu essen.

Der Abend verging wie im Flug. Die ganze Nacht passierte jedoch nichts, kein einzelner Pieper. Als ich morgens aufwachte, fragt ich mich: „Warum ist es noch so dunkel im Zelt?“ Als ich dann rausschaute, traute ich meinen Augen kaum: alles war voll mit Schnee. Meine Kumpels fragten natürlich im Laufe des Vormittags via Handy, ob die Nacht über was ging. Jeder bekam aber die gleiche Antwort: „Nun ein Schneekarpfen – das wär´s“.

Es schneite immer noch und ich legte mich mit geöffneter Zelttür wieder auf die Liege. Im Schlafsack war es angenehm warm und außerdem strahlte meine Zeltheizung auch noch etwas Wärme ab. Was für eine Kulisse! Ich war völlig entspannt und einfach froh, am Wasser sein zu können.

Auf einmal piepte meine Funkbox dreimal. Der Schnee? Oder vielleicht hatte sich ein Brassen meinen Boilie geschnappt? Plötzlich schrie mein Delkim! Die vermeintliche Brasse entpuppte sich als Fisch, der mächtig Schnur von der Rolle riss. Schnell zog ich mir meine Watstiefel an und schon stand ich da, mitten im Schnee, bis zu den Knien im kalten Wasser mit einer krummen Rute. Ein unbeschreibliches Gefühl...

Um es kurz zu machen: Den Fisch landete ich sicher.

Im Kescher sah ich nur, dass es ein für unsere ostfriesischen Verhältnisse riesiger Fisch war! An Land wurden schnell wurden einige unvergesslich schöne Bilder gemacht. Es war einfach eines meiner schönsten Erlebnisse im Angelleben. Über den goldenen Schuppi war ich mega happy. Meinen Erfolg teilte ich sofort meinen engsten Kumpels mit, die sich alle dermaßen mit mir freuten.

Die Stimmung war einfach super, dieses Mal passte einfach alles.

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