Unverhofft kommt oft

Eigentlich war alles wie immer: Freitags nach der Arbeit ging es für mich ans Wasser, um meine Leidenschaft auszuführen – das Karpfenangeln. Bis dato hatte ich schon einige Sessions an Baggerseen, Naturseen und Flüssen hinter mir. Mit meinen Fängen war ich zufrieden, das Durchschnittsgewicht der Fische lag bei 12 Kilo. Für die neue Session hatte ich das Gewässer gewechselt, ich stand an einem wirklich schmalen Fluss. Ob man hier Karpfen fangen kann?

Drei Tage und zwei Nächte hatte ich mir für diese Mission Zeit genommen. Bevor ich meine Ruten auslegte, suchte ich mir ein paar potentielle Hotspots an einem Seerosenfeld und vor versunkenen Bäumen. Dort sah es wirklich vielversprechend aus. Meine erste Nacht verlief entgegen meiner Erwartungen sehr ruhig, von Aktivitäten der Fische keine Spur. Hatte ich die falschen Köder gewählt, oder lag ich mit meiner Spotwahl daneben? Am darauffolgenden Tag konnte ich einige Brassen und Döbel fangen, der erhoffte Karpfen blieb jedoch aus. Trotzdem blieb ich optimistisch. Zu Beginn der zweiten Nacht bemerkte ich gleich deutlich mehr Aktivitäten der Fische. Vielleicht klappt es in der zweiten Nacht... Spät am Abend kuschelte ich mich dann in meinen Schlafsack.

Plötzlich ertönte mein Funkbissanzeiger. Es war ein Vollrun, der mich aus der Matte warf. Nachdem ich meine Rute aufgenommen hatte, spürte ich gleich, dass am anderen Ende der Leine ein besserer Fisch hängen musste. Jetzt nur die Ruhe bewahren!

Der Fisch konterte mit heftigen Fluchten und ließ die Rollenbremse ordentlich arbeiten. Nach 10-minütigem Drill konnte ich das Tauziehen aber für mich entscheiden und einen wunderschönen, goldenen Schuppenträger über die Maschen meines Keschers führen. Und was für einen! Im Netz lag ein richtiger Klotz, meine Waage zeigte satte 19,5 Kilo an. Ich strahlte übers ganze Gesicht und war sowas von happy. Schließlich bedeutete der Fisch einen neuen persönlichen Rekord.

Mit so einem Fisch hatte ich nicht gerechnet. Nicht an einem derart kleinen Fluss und nicht bei meiner ersten Session. Aber wie heißt es so schön: Unverhofft kommt oft.

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