Spontanität zahlt sich aus

Freitagvormittag. Ich sitze in meinem Büro. Gedanken versunken blicke ich aus dem Fenster. Für das Wochenende ist ein Wetterwechsel angesagt. Das eigentlich schon recht angenehme Frühlingswetter, mit zweistelligen Temperaturen, soll mit viel Regen und einstelligen Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt liegen. Na klasse! Eigentlich wollte ich von Samstag auf Sonntag an meinen Hausfluss. Aber so krasse Wetterwechsel, waren dort nie von Erfolg gekrönt.

Was also tun?

Mein Handy klingelt. Björn, ein Freund, den ich an einem meiner Hausgewässer kennengelernt habe, ist dran: „Sollen wir nicht heute die Nacht ausnutzen, bevor der Wetterwechsel kommt?“ Nach kurzem Überlegen, stimme ich zu. Auf der Couch fängt man bekanntlich keine Fische. Warum die geplante Nacht also nicht einfach vorverlegen?

Pünktlich gegen 14:30 Uhr fahre ich meinen Rechner im Büro runter. Schnell noch eine Kleinigkeit einkaufen und ab nach Hause. Dann noch die zwei, drei nötigen Sachen ins Auto packen und ab zum See. Björn bereits da. Bevor ich meine Ruten platziere, gehe ich immer zuerst eine Runde mit Poolbrille und Fernglas um den See.

Wie fast immer bei etwas Sonnenschein, entdecke ich mehrere Fische im flachsten Teil des Sees, kurz vor dem Schongebiet. Nach meinen Erfahrungen der letzten Jahre an diesem See, ist dieser Teil des Sees allerdings nur eine „Holding Area“. Die Karpfen fressen dort nicht. Erst ein paar Meter weiter nehmen sie wieder Nahrung auf, genau dort müssen meine Ruten hin. Eine Rute bestücke ich mit einer Tigernuss, eine mit einem Butter and Cream Pop-up und eine mit einem Magic Squid Pop-up von Vampire Baits.

Schnell fliegen zwei meiner drei erlaubten Montagen rüber vor das gegenüberliegende Ufer, wo ich hoffentlich die Fische, die aus dem Schongebiet vom Sonnenbaden kommen, abfangen kann. Meine dritte und letzte Montage landet nicht weit vom eigenen Ufer entfernt.

Gegen 1:30 Uhr werde ich von einem Dauerton aus dem Schlaf gerissen. Ein schöner Schuppi hat sich die Tigernuss am eigenen Ufer geschnappt. Trotz abgesenkten Schnüren gelingt es dem kleinen Kämpfer, auch meine zwei anderen Schnüre einzusammeln.

Björn hat an diesem Abend einen gesunden Schlaf und so muss ich trotz völligem Chaos mit drei verwickelten Ruten alles alleine Regeln. Als alle Montagen wieder an ihrem Platz liegen, husche ich zufrieden zurück in meinen Schlafsack.

Doch die Ruhe ist nicht von langer Dauer. Gegen 2:45 Uhr läuft die Rute mit dem Magic Squid Pop-up los. Dieses Mal wird auch Björn wach und als er nach dem Keschern des zweiten Schuppis mitbekommt, dass es der zweite Fisch in dieser Nacht für mich ist, kann er gar nicht glauben, dass er beim ersten Fisch nicht wach geworden ist.

Leider blieb die weitere Nacht und der darauf folgende morgen ruhig. Bleibt zu sagen, dass es der richtige Entschluss war, spontan einfach die Nacht vorzuverlegen. Danke an dieser Stelle nochmal an Björn für den Anruf.

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