Sommerzeit - Graserzeit

Sommerzeit – für mich wie in fast jedem Jahr die Zeit der Rasenmäher, Bahnschranken, Döbelhaie oder einfach Graskarpfen. Es scheint sie in jedem Gewässer in meiner hessischen Heimat zu geben. Und scheinbar hab ich in den letzten zwei Jahren ein echtes Händchen dafür entwickelt, sie gezielt zu fangen. Ich habe inzwischen sogar richtig Gefallen dran gefunden, den extrem kampfstarken Exoten nachzustellen.

Voraussetzung Nummer eins, wenn man diese Fische fangen will: genügend Futter.

Allerdings verwende ich nicht, wie oft empfohlen, nur Mais in rauen Mengen. Ich bevorzuge eine Mischung aus Zweidrittel großen Boilies und Eindrittel Partikel.

Diese Mischung mit meinem Futterboot punktgenau an die vorher sorgfältig ausgesuchten Plätze gefahren und den Hakenköder unter dem Futter begraben. Ja richtig gelesen: Erst wird der Hakenköder, meist ein großer auffälliger Schneemann, zum Grund gelassen und anschließend beide Luken des Futterboots direkt drüber abgekippt. Mein Hakenköder wird also tatsächlich regelrecht unter dem Futter begraben. So verhindere ich, dass gleich der erste Fisch mit Vorfach und Blei in Berührung kommt. Er soll erst einmal ungestört fressen, bevor er meinen Schneemann findet.

Einige gute Graser haben so bereits den Weg in meine Maschen gefunden.

Eine Fanggarantie gibt es natürlich auch bei den Grasern nicht. Je nach Gewässer gehen so auch normale Karpfen ans Band. Was meine Freude an dieser Angelei natürlich in keinster Weise trübt.

Meine Graser-Montagen sind ebenfalls sehr simpel gehalten: No-Knot mit Aligner, kleines Blei auf dem Vorfach und Safety Clip mit mindestens 150 Gramm Seitenbei. Mit den schweren Gewichten haken sich die Fische viel besser.

Ebenfalls wichtig ist die Wahl der passenden Haken: Ich verwende kräftige Modelle in der Größe 6 oder 4, die vorher gründlich mit der Feile nachbearbeitet wurden. Graser-Mäuler sind deutlich härter als die von normaler Karpfen. Bei mir haben sich jedenfalls genügend Fische vorzeitig verabschiedet oder haben Fehlbisse verursacht, als ich noch mit nicht nachgeschliffen Haken geangelt habe.

Jetzt kann ich nicht mehr ohne.

Die Asiaten sind für mich inzwischen eine willkommene Abwechslung, denen ich während der zumeist eher zähen Sommermonate gerne nachstelle.

Vielleicht kennen Sie ja auch Gewässer, in denen es Graskarpfen gibt? Dann sollten Sie es unbedingt einmal mit diesen Fischen aufnehmen. Denn die Fischerei verspricht Spannung und heiße Drills.

Michael Ziegler

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