Perfekter Moment

Ich sitze hinter meinen Ruten. Mein Blick schweift über den See, wo ich ein paar Fische beim Sonnenbad entdecken kann. Darunter ein paar richtige Koffer. Ich hoffe, dass einer auf meinen Köder stößt und sich verliebt. Dem Treiben unter der Oberfläche könnte ich stundenlang zu schauen. Zusätzlich weht ein leichter, aber warmer Wind um mein Gesicht. Einfach fantastisch, diese Ruhe. Kein Stress, keine Probleme, die uns über den Alltag verfolgen oder uns beschäftigen. Einfach die Seele und die Gedanken schweifen lassen. So kann ich am besten abschalten.

Plötzlich wird die Ruhe durch ein paar Piepser meiner linken Rute kurz gestört. Ein gutes Zeichen, es ist Fisch am Platz. Und vielleicht verbeißt sich gleich einer davon in meinen Coco & Banana Boilie am Haar, den ich mit einem Juicy-Pineapple-Floater aufgepoppt habe.

Mein Spot liegt an einem Seerosenfeld in einer Tiefe von etwa 1,50 Metern. Ein optimaler Platz. Die Spannung steigt, jede Sekunde könnte eine Rute ab rennen. Immer mehr Fische steigen über meinem Platz. Ich bekomme einzelne Zupfer auf beiden Ruten. Nebenbei geht die Sonne unter, was für ein Bild, solche Momente kann man einfach nicht beschreiben. Da sagt ein Bild mehr als 1000 Worte.

Auf meinem Spot fütterte ich ein paar Hände halbierte Coco & Banana Boilies und zwei Dosen Mais für zusätzliche Lockwirkung. Mit dem Schlauchboot habe ich meine Köder nah ans Seerosenfeld heran gebracht. Ich habe meine Köder so präsentiert, dass eigentlich kein Fisch daran vorbei schwimmen kann.

Die Fische steigen weiter wie verrückt am Platz, aber außer ein paar Zupfern geht nichts. Es ist schon 23 Uhr, die Liege ruft. Was gibt es Besseres, als unter freiem Himmel zu schlafen? Aber dieses Mal kann ich nur mit Mühe einschlafen, ich rechne jeden Augenblick mit einem Biss. Schließlich hat das Warten ein Ende. Während der Nacht kann ich zwei kleinere Karpfen fangen.

Gegen 5 Uhr morgens dann ein heftiger Run auf der linken Rute. Wieder heißt es: Ab an die Rute, der Spaß kann beginnen. Der gehakte Fisch schießt durch die Seerosen, reißt ganze Stängel raus und schwimmt sich am Ende fest. Zum Glück habe ich das Boot dabei. Damit kann ich dem Fisch entgegen fahren um ihn zu befreien. Das gelingt und sofort schießt er ins Freiwasser, wo sich ein spannender Drill entwickelt. Er zieht mich nach links, nach rechts, holt immer wieder Schnur von der Rolle. Die Bremse kreischt – so muss ein Drill sein.

Aber alles hat mal ein Ende. Und ich gehe in diesem harten Kampf als Sieger hervor. Nach ein paar spannenden und aufregenden Minuten gleitet ein wunderschöner Spiegler mit ganz besonderem Schuppenzeichen in meinem Kescher. Ein perfekter Moment. Anglerherz, was willst du mehr?

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