NEUE WEGE

Dänemark steht bei Karpfenanglern sicher nicht sonderlich hoch im Kurs, wenn es darum geht, im Urlaub gezielt auf Karpfen zu angeln. Gerade deshalb machte sich Luca Heu mit seinem Kumpel Daniel dorthin auf den Weg. Sie sollten nicht enttäuscht werden.

Dänemark als Urlaubsziel zum Karpfenangeln?
Warum nicht!
Wir wollten nicht die schon weit ausgetretenen Pfade an eines der Szene-Gewässer in Frankreich beschreiten. Uns ging es mehr um das Abenteuer, um neue Erfahrungen als um dicke Fische.

Ziel war ein Baggersee von etwa fünf Hektar Größe. Laut unseren Recherchen sollte es dort zumindest Karpfen geben. Das Wetter vor Ort zeigte sich vielversprechend und wir waren sicher: Wenn in dem See genügend Karpfen schwimmen, sollte eigentlich etwas gehen.

Wir legten kleine Futterplätze an in 3 bis 4 Metern Tiefe an.

Die erste Nacht blieb es jedoch ruhig.

Also gingen wir ein größeres Risiko ein und legten unsere Montagen direkt vor Hindernissen ab. Ins Wasser gefallene, tote Bäume und Geäst rochen förmlich nach Karpfen. Wenn sich die Karpfen irgendwo aufhalten, dann dort.

Eine gute Entscheidung. Denn unsere Montagen lagen gerade einmal zwei Stunden, als schon Bewegung in eine meiner Ruten kam. Ein alter, 11 Kilogramm schwerer Spiegler kam dabei herum.

Am nächsten Morgen, pünktlich um 8:00 Uhr, meldete sich derselbe Bissanzeiger erneut. Als ich die Rute aufnahm, merkte ich gleich, dass am anderen Ende wohl ein größerer Fisch hängen könnte. Zwar hing der Fisch kurz im Holz fest, aber zum Glück bekam ich ihn wenig später wieder frei.

Nach kurzem Drill landete dann auch der Fisch sicher im Kescher. Was für ein Brocken! Meine Waage zeigte knappe 18 Kilo – was bei dem wirklich markanten und offenbar schon sehr alten Fisch eigentlich nebensächlich war. Ein echtes Unikat, mit solch einem Fisch hätte ich nie gerechnet.

Für mich hat sich der Trip nach Dänemark auf jeden Fall gelohnt. Es muss definitiv nicht immer Frankreich sein.

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