Jetzt erhältlich: Friedfisch-Fieber von Tobias Steinbrück

Am 27. Juni ist im Müller-Rüschlikon Verlag das Buch „Friedfisch-Fieber“ erschienen, das für Karpfenangler zur Pflichtlektüre gehören sollte. Anlässlich dieser interessanten Neuerscheinung hat CiF-Chefredakteur Kay Synwoldt mit Tobias Steinbrück, dem Autor des Buches, über sein Erstlingswerk gesprochen.

Als Stammautor bei Carp in Focus Leser hätten viele unserer Leser aus Deiner Feder wohl eher ein Buch übers Karpfenangeln erwartet. Nun ist Dein Erstlingswerk ein Buch übers Friedfischangeln, also auch übers Angeln auf Schleie, Brassen, Rotauge und Co geworden. Das war sicher eine bewusste Entscheidung?
Ja, natürlich. Angeln auf Karpfen ist ein großer Teil meiner Passion. Es ist jedoch nur ein Bruchteil des Möglichen. Ich bin mir sicher, gezieltes Angeln auf andere Friedfische erweitert unseren anglerischen Horizont und ermöglicht es zugleich etwas Farbe ins Spiel zu bringen. Manch ein Karpfenngler scheint mir sehr eingefahren. Andere verlieren aufgrund der Monogamie die Lust am Angeln. Wer über den Tellerrand schaut, kann sich nur weiterentwickeln. Der geneigte Karpfenangler kann sich aber sicher sein, in Friedfisch-Fieber ausreichend Input fürs Karpfenangeln zu finden.

Auch für nur Karpfen-Interessierte eine Lektüre mit Mehrwert also.
Definitiv. Schon allein das Kapitel der natürlichen Nahrung sollte jedem Karpfenangler ein Wissensbedürfnis sein.

Ist Friedfisch-Fieber ein Praxis orientiertes Buch oder stehen eher Stories im Vordergrund?
Es ist eine Mixtur aus beiden, mit dem Schwerpunkt auf der Praxis. Ausreichend Anekdoten sorgen neben der Praxis für ausreichend Entertainment. Die Gastautoren tragen auch dazu bei, dass wir mit Friedfisch-Fieber absolutes Infotainment erreichen.

Die Inhaltsangabe lässt viele Basics erwarten. Aber Du hast Dein Buch nicht nur für Einsteiger geschrieben?
Auf keinen Fall. Friedfisch-Fieber gibt Einsteigern einen guten Überblick. Denn ohne Baisics kein Erfolg. Und das Buch wird Angler, die schon lange im Geschäft sind, zum Nachdenken anregen. Denn ich habe sicher nicht immer das geschrieben, was der Leser erwartet. Im Buch habe ich Fakten zusammengetragen, wie ich sie erlebt habe. Tatsachen, die in vielen anderen Karpfenangelbüchern bisher verschwiegen wurden.

Du nimmst kein Blatt vor den Mund und räumst unter anderem mit alt-hergebrachten Thesen auf. Beispiele bitte.
Plastikköder, Flavours oder andere vermeintliche „Bringer“ haben mich lange genug an der Nase herumgeführt. Der Leser von Friedfisch-Fieber wird schnell bemerken, dass in diesem Buch kein Marketing, sondern ein praxistauglicher Leitfaden geschrieben steht.

Gegen den Strom zu schwimmen bringt Dir sicher nicht nur Freunde...
Das ist mir völlig klar und davon kannst Du ja vermutlich ein Lied singen. Friedfisch-Fieber soll authentisch sein. Wenn man die Wahrheit schreibt, hat man eben nicht nur Freunde. Beim Schreiben meines Buches habe ich es wie beim Karpfenangeln gehalten: Ich habe ein klares Ziel vor Augen und auf den Weg dorthin mag ich keine Kompromisse.

Neben den unterschiedlichsten Angelmethoden, die behandelt werden, gibt es auch das bereits erwähnte Kapitel über natürliche Nahrung. Zudem beschäftigst Du Dich zum Beispiel mit der Frage: Was passiert beim Abbau von Angelfutter im Gewässer? Dafür war sicher umfassende Recherche nötig?
Ich habe das große Glück, eine Hand voll Experten im Freundeskreis zu haben. Für einige Themen musste ich freilich ausgiebig nach recherchieren und die Ergebnisse im Anschluss mit meinen Erfahrungen abgleichen, um dem Leser ein aussagekräftiges Ergebnis zu präsentieren. Bei manchen Themen habe ich den Gastautoren den Ball zugespielt. Die habe ich mit bedacht ausgewählt. Sie machen das Buch noch lebendiger und sind ein echter Mehrwert. Wichtig war mir an dieser Stelle, ausschließlich Perfektionisten schreiben zu lassen. Schon alleine Dein Beitrag über die „Graserlümmel“ ist eine Sache für sich. Danke an dieser Stelle dafür!

Ursprünglich waren noch mehr Gastbeiträge geplant?
Zwei Gastbeiträge sind noch offen. Sie haben leider nicht den Weg ins Buch gefunden. Oder besser gesagt, sie haben den Weg gefunden, aber das Buch war voll. Sehr stark bedauere ich, dass der Beitrag von Jens Scholz über Kois nicht mehr rein gepasst hat. Aber die vorgegebene Seitenanzahl war ausgereizt und ich konnte und wollte kein anderes Kapitel kürzen. Das wäre Verrat und hätte wichtige Inhalte beschnitten.

Wird es ein zweites Buch geben? Dann vielleicht nur übers Karpfenangeln?
Es ist wohl zu früh, diese Frage zu beantworten. Wenn ich Markus Schocker als Lektor und dich als Layouter / Autor mit im Boot hätte, könnte ich locker zwei weitere Bücher schreiben. An mangelnden Inhalten würde es nicht scheitern. Ich habe jede Menge Anekdoten in der Hinterhand, die noch nie erzählt wurden. Und jedes Jahr kommen neue hinzu, Diese Bücher wären dann aber sehr Szene spezifisch und sie würden mir vermutlich auch nicht nur Freunde bringen. Wir werden sehen, die Zeit wird die Frage beantworten. Jetzt ist ja gerade mein erstes Buch erschienen...

Das Buch Friedfisch-Fieber ist über den Buch- und Angelfachhandel erhältlich.

Zum Beispiel bei EuroCarp

ISBN-10: 3275021753. ISBN-13: 9783275021758. Preis: 24,90 Euro.

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