JACKPOT!

Endlich Oktober, endlich ein Wochenende am Vereinsgewässer. Nach einer stressigen Woche kann es Dennis Fassbender kaum abwarten. Das Wetter passt, der Luftdruck liegt bei 1009hPa und soll sich bis Sonntag kaum verändern. Fangwetter!

Auf meinem Weg mit dem Trolley zum Angelplatz fängt es natürlich an zu regnen. Solch ein zweifelhaftes Glück habe ich nicht zum ersten Mal. Aber mein Tackle trocknet auch wieder. Die Spots sind schnell gefunden. Meine linke Montage liegt auf einer Kante von 3,60 und ist mit einem 17er Penny Cream Boilie von Cockbaits und einem Pop-up als „Snowman“ bestückt. Die anderen beiden Rigs landen auf einer Kiesbank in Tiefen zwischen viereinhalb und fünf Metern – jeweils mit einem einzelnen 17er Cream Boilie als Hakenköder.

Jetzt nur noch Anfüttern. Mit dem Boilierohr verteile ich pro Rute ein gutes Kilo der neuen Köder. Wobei ich positiv von deren Konsistenz berichten kann. Trotz weiter Wurfentfernung platzt kein einziger Boilie auseinander.

Tagsüber bleibt es zunächst ruhig. Abends um 21 Uhr reißt mich dann ein Fallbiss aus dem Stuhl. Als ich die Rute aufnehme, spüre ich sofort starke Kopfschläge am anderen Ende. Das verheißt Gutes. Nach längerem Drill kann ich einen 17 Kilogramm schweren Schuppenkarpfen keschern – ziemlich lang, mit außergewöhnlich großen Flossen.
Schnell einen frischen Hakenköder zurück auf den Spot, dazu etwa fünf Hände Boilies großflächig verteilt.

Zwei Stunden bleibt es ruhig. Als ich es mir gegen 23:30 Uhr in meinem Schlafsack gemütlich machen will, ertönt erneut meine Sounderbox. Wenig später drille ich einen dunklen 16 Kilo-Spiegler ans Ufer. Seine Farbgebung spiegelt die kräftigen Farben des Herbstes wider. Zwei 30-Pfünder in nicht einmal zwei Stunden – nicht schlecht für den Anfang.

Ich berichte meinem Bruder René von meinen Fängen. Er will nach seiner Spätschicht ans Wasser kommen und ist entsprechend zuversichtlich für den Rest der Session.

Am Morgen gegen 5:30 Uhr ertönt meine linke Rute erneut. Wieder die Rute mit dem „Snowman“-Köder. Darauf springen die Fische offenbar besonders an. Nach kurzem Drill lande ich einen kleinen Schuppenkarpfen.
Bevor ich mich wieder hinlegen kann, kommt René an. Ich bringe ihn noch schnell auf den neusten Stand, bevor ich mich wieder in meinen Schlafsack verkrieche.

Da sich nichts weiter tut, wechsle ich nach dem Sonnenaufgang und einem gemeinsamen Kaffee an meinen beiden verbleibenden Ruten auf meine bewährte „Snowman“-Kombi. René schließt sich mir an und ködert jeweils einen Penny Cream Boilie als „Snowman“ an.

Nachdem er genügend Boilies auf seinen Spots verteilt hat, können wir die vielleicht letzten warmen Sonnenstrahlen des Spätsommers genießen. Der Tag verläuft ruhig, am Abend bestellen wir zwei Pizzen bei unserer Stammpizzeria. Noch während wir sie schneiden, ertönt mein mittlerer Bissanzeiger. Leider steigt der Fisch nach kurzem Kontakt aus. Das kann passieren. Trotzdem genieße ich das gemeinsame Angeln mit meinem Bruder, da wir nicht oft die Möglichkeit haben, gemeinsam ans Wasser zu fahren.

Ein schriller Piepser meines Bissanzeigers reißt uns um Punkt 24 Uhr aus unserem Gespräch.

Ich eile zur linken Rute, hebe sie an und gebe direkt Druck. Der Drill ist ziemlich sanft, der Fisch lässt sich mit wenigen aber schweren und trägen Kopfschlägen vor und in den Kescher ziehen. Nach kurzem Blick auf den Fisch wird mir schnell klar, dass es sich um einen der Fische auf meiner Wunschliste handelt – einen schönen 20 Kilo-Spiegler mit einem markant dicken Bauch. Ein Kiemendeckel hat leider eine relativ große frische Wunde. Die wird kurz versorgt, bevor wir ein paar Bilder von dem Fang machen. Ich hoffe natürlich, dass auch mein Bruder noch einen Erfolg feiern kann.

Und tatsächlich: Um 3:00 Uhr ist dann René an der Reihe. Ich freue mich sehr für ihn und assistiere ihm gerne beim Keschern. Im Netz landet ein dicker Schuppi, der ganze 23 Kilo auf die Waage bringt.

Rute wieder neu werfen, eine Zigarette rauchen und wieder ab ins Bett. Die Nacht ist nicht ganz vorbei, als der nächste Bissanzeiger ertönt. Wieder ist es eine Rute von René und wieder scheint es ein dicker Fisch zu sein. Als der sich im Gestrüpp in Ufernähe fest schwimmt, übernehme ich kurzerhand Rene´s Rute. Er muss mit Wathose und Kescher ins Wasser, um den Fisch zu befreien.

Die Aktion gelingt und wir landen den dritten 20 Kilo-Fisch innerhalb von 24 Stunden.
Jackpot!

Und dieser letzte Fisch ist kein Unbekannter. Bereits vor zwei Monaten konnte René denselben Fisch fangen. Mit jetzt 27 Kilo hat er in der Zwischenzeit ganze zwei Kilo zugelegt.

Der so oft zitierte goldene Oktober – er hat uns einige tolle Fische beschert. Und das schon direkt am Anfang. Ende Oktober erwarten uns noch einige Tage am Wasser und wir sind zuversichtlich, diese genauso erfolgreich zu beenden.

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.