Für die schnelle Nummer

Carp-in-Focus-Chefredakteur Kay Synwoldt brauchte ein Zweitboot. Die Anforderungen: schnell aufzubauen, leicht, kompakt. Chefe wurde fündig – mit dem iBoat 260 von Imperial Fishing.

Nichts gegen mein drei Meter langes Schlauchboot mit Alu-Boden. Liegt wie ein Brett, bietet viel Platz. Doch das Teil ist relativ schwer und sperrig. Im aufgebauten Zustand lässt es sich nur zu zweit tragen. Kann ich mit dem Auto nicht bis ans Ufer fahren, habe ich ein Problem. Wie an der Kiesgrube, die ich derzeit beangle. Darum hielt ich Ausschau nach einem Zweitboot. Dieses sollte leichter und kompakter sein, trotzdem stabil auf dem Wasser liegen und die Ausrüstung für zwei Angelnächte transportieren können.
Meine Wahl fiel auf das iBoat 260 (GEN4) von Imperial Fishing. Dank seines 86 Zentimeter breiten und aufgrund des weit hinten sitzenden Heckspiegels 180 Zentimeter langen Innenraums ist das Boot ein Raumwunder. Selbst die 5-Kilo-Gasflasche inklusive Heizstrahler kann mit, ohne dass ich dafür an Land bleiben muss. Allerdings wird es dann fürs Rudern ziemlich eng. Aber ich fahre ohnehin mit (Elektro-)Motor.

Ich schaffe die 50 Meter
Meine Befürchtung, das iBoat könnte aufgrund seiner breiten Wannenform langsamer sein als mein zwar längeres aber schlanker geschnittenes Boot, bestätigt sich nicht. Das iBoot ist mit 32,5 Kilo Leergewicht (ohne Paddel und Bank) einige Kilogramm leichter. Das Tragen bleibt damit zwar grenzwertig, aber geschultert schaffe ich mit dem aufgebauten Boot gerade so die 50 Meter durch den Wald ans Wasser.
Der Hochdruckluftboden ist definitiv leichter als die vier Aluplatten in meinem anderen Boot.
Zudem muss ich den Luftboden für den Transport nicht jedes Mal herausnehmen. Das spart Zeit, etwa zehn Minuten im Vergleich zum Aluboden-Boot. Und es erspart mir geklemmte Finger, wenn ich beim Einsetzen der für die Stabilität der Platten nötigen Aluholme nicht aufpasse.
Ein Aluboden bietet zwar den festeren Stand, aber der Luftboden des iBoats ist weniger instabil als befürchtet. Zumal beim iBoat zwei Bodenbretter mitgeliefert werden, die dem Luftboden Stabilität verleihen.

Luftboden: robust
Meine Befürchtung, der Luftboden sei anfällig für Beschädigungen, scheint unbegründet. Ein am Rig befindlicher Haken müsste schon mit Absicht in den Boden gestochen werden, um das Außenmaterial zu durchdringen. Auch die spitzen Kieselsteinchen, die ich an meiner Kiesgrube mit ins Boot trage, konnten dem Boden bislang nichts anhaben. Das iBoat ist robust verarbeitet. Das gilt für alle Anbauteile und Materialien: für den Heckspiegel (trägt sogar einen 10-PS-Benzin-Motor), die Paddelaufnahmen mit Metallröhrchen, die Scheuerleisten und die zusätzliche Bodenverstärkung an den beanspruchten Stellen. So kann ich mein Boot beim Anlanden bedenkenlos auf den Kies ziehen.

Viel Zubehör
Das iBoat glänzt mit viel Zubehör. Mitgeliefert werden zwei Aluminium-Sitzbänke (inklusive abnehmbarer Sitzpolster), ein Reparatur-Kit mit Kleber, Flickmaterial, Ventilschlüssel, Manometer und Ersatzventil, Transporttasche und Cover.
Außerdem kommt das iBoat mit einem Fender-Expander-Kit und einer Hochdruck-Luftpumpe mit Manometer. Der Fender-Kit ist unverzichtbar, wenn man das Boot mittels Anker (nicht mitgeliefert) auf dem Wasser lassen will. Die mitgelieferte Doppelhub-Pumpe funktioniert gut, dennoch empfehle ich eine Elektropumpe (ebenfalls über Imperial Fishing erhältlich). Damit geht das Aufpumpen der fünf Kammern (inklusive Kiel und Luftboden) schneller vonstatten.

Perfekt für Kurzsessions
Mein Fazit: Für Kurzsessions an meinem 70-Hektar-Baggersee eignet sich das iBoat 260 perfekt. Für lange Sessions zu zweit, womöglich an einem windanfälligen, nordfranzösischen Staumeer, ist das Boot zu klein. Dafür bleibt mein größeres Boot mit Aluboden die bessere Wahl. Oder das nächstgrößere iBoat, das 320.

Bestell-Info: http://www.imperial-fishing.de/index.php?page=product&info=7067

 

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