Feierabend

Wie oft habe ich mir die Frage gestellt, ob es sich lohnt, nach der Arbeit vielleicht noch für zwei, drei oder vier Stunden mit dem Angelzeug im Gepäck ans Wasser zu fahren. Sich nach einem anstrengenden Arbeitstag noch zum Angeln zu motivieren, ist nicht immer leicht. Der Arbeitstag war womöglich anstrengend genug. Und dann noch das ganze Gerödel? Was für ein Aufwand... Da ist es natürlich bequemer, auf das Wochenende zu warten. Für zwei Nächte lohnt sich der Aufwand wenigstens.

Auch ich habe oft genug mit mir gehadert, war zu bequem, bin zuhause geblieben. Aber wenn ich dann erst einmal meinen inneren Schweinehund überwunden habe, ich am Wasser sitze und meine Fallen gestellt sind, bin ich sicher: es lohnt sich jedes Mal wieder. Dabei geht es nicht in erster Linie um das Fangen. Alleine die Chance, nach Feierabend für ein paar Stunden in der Natur sein zu dürfen, ist jedes Mal ein Erlebnis. Zumal sich der Aufwand für ein paar Stunden angeln vergleichsweise gering halten lässt. Gerade jetzt im Sommer. Da brauche ich oft nicht einmal einen Schirm. Und meine sperrige Liege bleibt sowieso zuhause. Und wenn dann tatsächlich noch ein Fisch abläuft, weiß ich: so einen geilen Feierabend haben wohl die Wenigsten. Wenn ich ehrlich bin – da kann meine Freundin nicht einmal mithalten.

Na klar, nicht an jedem Gewässer kann man jedes Mal einen Biss erwarten. Sowieso sind es eher die gut besetzten Gewässer, an denen sich ein solch kurzer Ansitz lohnt. Denn die Chance auf einen Biss soll wenigstens einigermaßen realistisch sein. Und wo es viele Karpfen gibt, ist nicht jeder gefangene Fisch ein Riese. Aber darauf kommt es mir nicht an. Mein Lieblings-Rig bei solchen Aktionen ist übrigens das Chod Rig. Super einfach zu binden, es hakt zuverlässig und ich kann mir zu 100 Prozent sicher sein, dass meine Montage ohne Verwicklungen am Boden liegt. Wer nur wenig Zeit hat, sollte diese auch möglichst effektiv nutzen.

Also Leute: probiert es aus! Schon nach dem ersten Versuch, werdet Ihr merken, so groß ist der Aufwand am Ende gar nicht und es müssen beim Karpfenangeln nicht immer 48 Stunden oder länger sein.

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