Ein Gutes Omen

Sachen gibt´s. CIF-Leser Detlef Otto hat seine neue Angelsaison schon mit einem schönen Schuppi eröffnet. Soweit, so gut. Aber sein Erster 2015 war gleich ein Fisch mit Überraschungs-Effekt. Vielleicht ein gutes Omen für die kommende Saison.

"Letzten Montag trieb es mich raus ans Wasser. Meine liebe Frau hatte mir zwei Tage am Wasser geschenkt. Das schönste Geschenk für mich. Nichts wie raus. Es ging an einen 44 Hektar großen Baggersee. Ich war schon früh da. Um drei Uhr nachmittags. So hatte ich noch Zeit, vor der Dunkelheit alles aufzubauen. Die Tage sind kurz um diese Jahreszeit.

Für meine Ruten wählte ich zwei unterschiedliche Spots: einen auf zirka 90 Meter Entfernung bei etwa acht Metern Wassertiefe, den anderen in zirka 50 Metern Entfernung. Dort ist es etwa 12 Meter tief. Beide Ruten bestückte ich mit der gleichen Köder-Kombination: ein 20er Erdbär-Fish-Boilie (Bär-Baits) mit einem 16er HMM Poppi. Die kurze Rute fischte mit PVA. Darin ein paar gecruschte Boilis, grobes Meersalz und ein paar Pinki-Maden.
Das große Warten begann. Und das kann um diese Jahreszeit lange dauern. Aber da muss man durch.

Mittwoch Morgen sah ich auf meinem kurzen Spot eine Brasse rollen.
Endlich Aktivität!
Ich sprach mir Mut zu. Um etwa halb eins, ich machte es mir gerade im Zelt auf der Liege gemütlich, gab meine Hupe plötzlich ein paar Piepser von sich.
Ich war sofort von Null auf Tausend. Gummischlappen an, nichts wie raus.
Der Swinger war nach unten gesackt. Fallbiss! Wahrscheinlich eine Brasse. Aber besser als nichts. Ich nahm die Rute auf und machte zwei Kurbeldrehungen. Aber ich bekam keinen Kontakt. Was hat das jetzt zu bedeuten?
Dann auf einmal: BAM! Massiver Widerstand.
Keine Brasse, sondern ein Karpfen.

Der hatte wohl den Boilie aufgenommen und war auf mich zu geschwommen. Da ich durch den Fallbiss nicht mit einem Karpfen gerechnet hatte, standen meine Watstiefel noch oben am Zelt. Die brauche ich, um einen gehakten Fisch von den Sträuchern links und rechts von meinem Angelplatz fern halten zu können.
Ich also wieder hoch zum Zelt, mit einer Hand den Karpfen auf Spannung haltend, mit der anderen Hand rein in die Watstiefel. Wahrscheinlich ein Bild für die Götter, wie ich versuchte, mir in dieser prekären Situation die verdammten Stiefel über zu ziehen. Aber irgendwie gelang es.

Nun konnte ich den Drill fortsetzten. Der Widerstand am anderen Schnurende war immer noch massiv. Trotzdem konnte ich den Fisch nach ein paar kurzen aber starken Fluchten in Ufernähe bringen. Schon mein erster Kescherversuch gelang.
Erst einmal durchatmen.
Als ich dann in den Kescher sah, verschlug es mir fast den Atem: Den kenne ich doch?
Diesen Schuppi hatte ich Anfang Dezember als meinen Abschlussfisch für die Saison 2014 gefangen. Und nun lag er schon wieder vor mir. Ich war baff!

Mit einem tollen Fisch habe ich meine letzte Saison beendet und mit dem gleichen Fisch die neue Saison wieder eröffnet.
Wenn das kein gutes Omen ist."

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