Doch noch ein Fisch

Die kalte Jahreszeit macht sich immer mehr bemerkbar. Auch wenn die Außentemperaturen noch vergleichsweise mild sind – unter Wasser ist der Winter längst angekommen. Den ersten Schnee hatten wir auch schon. Ich sitze im Auto und verfasse gerade diese Zeilen. Ein kräftiger Wind peitscht gegen die Scheiben. Ich spüre, wie mein Auto unter dem Ansturm der Naturgewalten ganz leicht wackelt, so windig ist es draußen. Dort habe ich meine beiden ausgelegten Ruten im Blick. Der Wind drückt genau auf meinen Spot, der an einer im Wasser versunken Birke auf etwa drei Metern Tiefe liegt. Hier fressen sich die Karpfen ihren Winterspeck an, und stoßen dabei hoffentlich auf meine beiden Fallen.

Ich bestückte beide Rigs mit 18-Millimeter-Boilies und einem kleinen 15er Pop-up. An jede Rute habe ich noch einen PVA-STICK gehängt. Dazu habe ich am Platz eine Hand voll Boilies verteilt. Die Bremse an meinen Rollen ist fast zu gedreht, da ich sehr nah an der Birke fische.

Leider warte ich die ersten Stunden vergeblich auf einen Run. Auch die darauffolgende Nacht bringt keine Aktion. Als ich am nächsten Morgen schon die Hoffnung auf einen Fisch verloren habe, kommt dann doch noch dieser eine Ton, den jeder von uns so gerne hören will: das Aufheulen der Funkbox.

Als ich die Rute aufnehme, merke ich schnell, dass es sich um einen besseren Fisch handeln muss. Denn er meistert seine Bahnen sehr ruhig. Aber nach langem Hin und Her gewinne ich die Oberhand. Mit dem Netz befördere ich einen kompakten Schuppi aus dem Wasser.

Für eine kurze Nacht ein super Ergebnis und am Ende doch noch ein Fisch. Die werden jetzt immer kostbarer. Für mich ist dieser Tag jedenfalls hervorragend gestartet.

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