Dicke Überraschung

Ich lernte Kai 2013 auf der Messe in Bad Saulgau kennen. Wir verstanden uns von Anfang prima und hielten Kontakt. Wir sprachen immer wieder davon, eine gemeinsame Session zu starten. Erst im November 2017 tat sich ein passendes Zeitfenster auf, wo wir unser Vorhaben in die Tat umzusetzen konnten. Wir legten ein Wochenende fest. Blieb noch die Gewässerfrage. Wo würde das Angeln so spät im Jahr Sinn machen?

Drei Gewässer von 4 bis 15 Hektar kamen in meine nähere Auswahl. Alle mit recht gutem Bestand. Wir entschieden wir uns für das kleinste Gewässer. Bei einer kleineren Wasserfläche sollten unsere Köder nie allzu weit vom nächsten Fisch entfernt liegen. Da ich das Gewässer gut kannte, würden wir beide den Heimvorteil nutzen können. Wir konnten es kaum erwarten.

Gut gelaunt ging es dann in Richtung See.

Es wehte eine leichte, kühle Prise über mein Gesicht - einfach herrlich. Wie ich das vermisst hatte. Trotz den kühlen Temperaturen wurde uns ganz schön warm beim Aufbauen.
Beim Bestücken der Haken setzte ich auf Nash Scopex Squid in 20mm mit dem passenden Fluor Pop-up in 15mm. Kai fischte mit dem Nash Key Cray in 16mm. Unsere vier Ruten verteilten wir großflächig in Wassertiefen von 2 bis 4,50m. Zwei Ruten legten wir an zwei versunkenen Bäumen mit sehr hartem Untergrund in einer Wassertiefe von etwa 2 und 3m ab. Die anderen beiden Rigs landeten im Freiwasser auf 4 und 4,50m. Pro Rute fütterten wir eine Schaufel Dosenmais und paar Boilies hinterher.

Dann begann der gemütliche Teil: Einfach abschalten und den Alltag hinter sich lassen. Und das konnten wir richtig gut, denn wir fanden einige spannende Themen, über die wir uns unterhalten konnten. Ich erzählte Kai von Lisa - einem der größten Fische im See. Lisa wird nur selten gefangen und verhält sich im Drill immer gleich: Am Anfang lässt sie sich wie ein nasser Sack heran pumpen. Erst in Ufernähe macht sie richtig Druck und ist kaum zu bändigen.

Dann wurde unsere Unterhaltung unterbrochen, da ein Bissanzeiger von Kai um Hilfe schrie. Kai rannte schnell an die Rute und nahm sofort Kontakt auf. "Und hängt was?", wollte ich wissen.
"Weiß nicht so ganz."
Kai pumpte den Fisch ohne Probleme in Ufernähe. Als der Fisch das erste Mal die Wasseroberfläche durchbrach, erkannten wir einen großen Spiegler. Und der gab dann richtig Gas und riss noch einmal ordentlich Schnur von der Rolle. Beim zweiten Kescherversuch umschlossen die Maschen den massiven Fisch.

Und was da im Kescher war, machte uns beide sprachlos: Genau der Fisch, von dem ich Kai erzählt hatte.

Kai hatte sie gefangen - Lisa die Königen des Sees. Beim ersten Versuch, mit dem ersten Biss!
Wir waren mega happy. Leider blieb es bei diesem einen Fisch. Aber wer will bei solch einem Fang meckern?

Wir hatten auch ohne weitere Fisch-Aktion eine Menge Spaß und es war eine gute Freundschaft entstanden - dank unseres gemeinsamen Hobbies.
Kai und ich waren uns am Ende einig: Es werden bestimmt noch weitere gemeinsame Sessions

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