Der Dicke nach dem Regen

Bei dieser Überschrift erwarten wahrscheinlich viele da draußen vermutlich einen riesigen Fisch. Aber Größe bleibt relativ.
In diesem Jahr habe ich extrem wenig Zeit am Wasser verbringen können, da meine frisch geborene Tochter momentan noch nicht ohne Papa kann. Angeln hin oder her – ich möchte meine Zeit mit der Kleinen nicht missen, das Angeln ist definitiv nicht alles im Leben.

Aber ganz ohne Angeln geht es auch nicht. Mein hauptsächliches Revier: Kleinere Gewässern in meiner Umgebung, gut besetzt und im Schnitt kaum größer als zwei Hektar. Da bestehen die besten Aussichten auf einen Fisch. Hauptsache es zuppelt, die Größe spielt dabei keine Rolle.

Ende Juni haben Frau und Kind mir dann endlich ein ganzes Wochenende gegönnt. Damit ich diese Zeit optimal nutzen kann, war alles, aber auch wirklich alles bis ins Detail geplant. Sogar die Montagen habe ich schon zuhause beködert, um am Wasser keine Zeit zu verlieren. Nur noch auswerfen, fertig war meine Idee.

Mein Plan ging auf. Ich kam am Freitag Mittag an. Bis zum Abendessen hatte mein Kescher bereits acht Fische gesehen. Mit einem Gewicht von etwa vier Kilo keine Riesen, aber ich war mega happy. Ein zumindest etwas besserer Fisch wäre natürlich prima. Fische über 15 Kilo gibt es in dem See nicht, aber zumindest ein paar Fische über zehn Kilo sind möglich.

Mein gemütliches Abendessen im Freien wurde bald unterbrochen. Eine Gewitterfront zog auf. Der Wind wurde stärker und es wurde merklich kühler. Kurz darauf schüttete es wie aus Eimern. Ein feines Sommergewitter.

Als hätten mich die Götter erhört: Kurz nach Sonnenaufgang, rannte nach acht Stunden (erholsamen) Schlaf die nächste Rute ab. Wie bestellt hing am anderen Ende einer der größeren Fische mit satten 12 Kilo. Meine Laune war auf dem Höhepunkt. Jetzt noch schnell einen Kaffee kochen, Pipi machen, Zähne putzen und völlig zufrieden in den Stuhl fallen. Der perfekte Morgen!

Die erste Tasse von meinem Heißgetränk schaffte ich nicht ganz, weil sich mein Delkim erneut meldete. Die Kirsche auf der Sahnetorte: Knappe 13 Kilo durfte ich kurz darauf in die Kamera halten.

Vollends zufrieden gönnte ich mir meine zweite Tasse Kaffee und legte die Ruten neu. Der Rest des Tages inklusive der darauffolgenden Nacht blieb es relativ ruhig. Ein paar kleinere Exemplare fanden dennoch meine Hakenköder.

Für mich war es ein absolut gelungenes Wochenende. Auch ohne Rekord-Gewichte kann man Spaß am Wasser haben.

Thomas Rechenbach

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