Baam! Donnerstag, kurz nach Feierabend. Soeben habe ich die Fahrertür meines Autos zugeschlagen. Dieses Mal stehe ich aber nicht wie gewohnt auf dem matschigen Feldweg am Baggersee, sondern in der Tiefgarage eines Einkaufszentrums.
Der Winter ist für mich immer eine sehr interessante Jahreszeit. Der größte Vorteil: meilenweit kein anderer Angler. Da kann ich meine Plätze in aller Ruhe vorbereiten. Als Vorbereitung für meine erste Session 2016 fütterte ich viermal im zwei Tage Rhythmus jeweils nur 500 Gramm Boilies auf verschiedenen Spots.
Inspiriert von den Geschichten aus den Büchern von Christopher Pachmanns und Achim Schlüssel ging es für mich bei dem wohl geilsten Schneegestöber ans Wasser, mit dem Ziel einen Karpfen im Schnee zu fangen.
Endlich, endlich – was heißt denn hier endlich? Trotzdem überschlägt´s dem Wetterfrosch fast die Stimme, als er gestern auf RTL die Meldung verkünden darf. Quasi der Ritterschlag für jeden Wettermoderator. So aufgeregt schien er.
Ich war angeln. Alibi-Angeln, um genau zu sein. Kennen Sie nicht? Beim so genannten „Alibi-Angeln“ ist nicht das Angeln an sich der Antrieb. Auch nicht der mögliche Fangerfolg. Es ist eher eine Flucht. Eine Flucht vor der Frau, die zuhause nervt. Eine Flucht vor dem Alltag, um vielleicht in Ruhe mal ein paar Biere zu trinken, oder einfach an frischer Luft die Seele baumeln zu lassen.
Am 28. Dezember habe ich ein letztes Mal im Jahr 2015 Zeit, fischen zu gehen. Aber mir bleiben nur genau sechs Stunden am Wasser, um meinen ersten Karpfen aus diesem See zu fangen. Zumindest im vergangenen Jahr stand der noch aus.
Der Winter hielt bisher vielerorts nicht das, was er verspricht. Das war eher Spätherbst als Winter. Aber das war auch gut so. Denn so konnte man auch im Dezember die Nächte locker ohne Zeltheizung am Wasser verbringen.
Nur einen Tag nach der misslungenen Sitzung am heiligen Abend bin ich zurück am heimischen Schreibtisch um Vorfächer für die nächste Sitzung zu binden. Ich habe mich von den letzten Geschehnissen ein wenig erh
Wir schreiben Donnerstag, den 24. Dezember. Es ist Weihnachten! Trotzdem bin ich unterwegs zum Angeln. Ich habe ein paar Stunden für eine kurze Session freischaufeln können. Meine Frau hat wirklich großes Verständnis für mein Hobby.